hno, kiefer

Der Schädel besteht aus mehreren einzelnen Knochen die über Verbindungsnähte zusammengehalten werden. Zusammen mit der Hirnhaut wird für genügend Festigkeit zum Schutz des Gehirns gesorgt. Es besteht jedoch eine kleine Nachgiebigkeit in den Nähten um Stöße in gewisser Stärke elastisch aufzunehmen.

Das Gehirn besitzt, wie jedes andere Organ auch, eine gewisse Eigenbeweglichkeit. Diese sorgt dafür, dass die Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) welche von Membranen umhüllt ist, etwa 12 Mal die Minute zwischen Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) hin und her pulsiert.

Diese Mikrobewegungen sind als Craniosacraler Rhythmus bekannt und können über das Bindegewebe am gesamten Körper erspürt werden. Spannungen im Bereich der Schädelnähte können dazu führen, dass die physiologische Beweglichkeit des Schädels zunehmend asymmetrischer und schwächer wird, bis er in asymmetrischer Form erstarrt. Dies kann vielseitige Auswirkungen haben:

Sinnesorgane (Augen, Ohren, Nase)

Es gibt unterschiedliche Fachärzte, die bei Beschwerden an den Zähnen, den Kiefergelenken, der Nase, der Ohren, den Gleichgewichtsorganen, den Augen, dem Gehirn und den Nerven des Kopfes konsultiert werden können. Alle doppelt angelegten Sinnesorgane sollten symmetrische Daten an das Gehirn liefern. Die Hör- und Gleichgewichtorgane liegen in den Schläfenbeinen. Wenn sie nicht in gleicher Höhe oder Richtung stehen liefern sie keine symmetrischen Informationen an das Gehirn. Oft gibt es für die Fachärzte schulmedizinisch nicht erklärbare Beschwerden, da kein krankhafter Befund an den Organen zu finden ist. In diesen Fällen sollte geprüft werden, ob eine Bewegungseinschränkung der Schädelknochen vorliegt.

 

Kiefer 

Einen besonders starken Einfluss hat die Störung des Schädels auf die Kiefergelenke. Sie befinden sich ebenfalls in den beiden Schläfenknochen. Stehen die Gelenke nicht in identischer Position, können die Kiefergelenke nicht mehr seitengleich geführt werden und Bissstörungen können auftreten.

 

Kopfschmerzen

In unmittelbarer Nachbarschaft der Gelenke zwischen Kopf und Atlas (erster Halswirbel) treten die Nerven aus, welche den Kopf versorgen. Bestimmte Kopfschmerzen können hier ihre Ursache finden.

 


Schwindel
Bei den paarig angelegten Sinnesorganen, wie den Augen, Ohren und Gleichgewichtorganen sind für das Gehirn nicht nur die Informationen wichtig, welche die Sinnesorgane alleine liefern, sondern auch, wie sie stehen. Nur dadurch kann das Gehirn mit genau passenden und abgestimmten Körperbewegungen antworten. Der Atlas und Axis informieren das Gehirn mit Lagefühlern über die Position des Kopfes und damit über die Position der Sinnesorgane. Haben der Atlas und Axis eine starke Bewegungseinschränkung kommen ungenaue Informationen am Gehirn an, die es nicht mit den Daten der Sinnesorgane zur Deckung bringt. Unsicherheit, Schwindel, Müdigkeit, Koordinations- und Konzentrationsstörungen sind mögliche Folgen.